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Padres Gedanken und Spielchen

padre's weblog.

Freitag, 20. Februar 2009

Der Dampfkessel

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Wisst ihr eigentlich wie ein Dampfkessel funktioniert? Er baut solange Druck auf, bis das Ventil durchgeht. Dann lässt der Dampfkessel den Druck ab.

Heute ist einer der Tage, an dem Padre sehr gerne Dampfkessel spielen würde.

Tags für diesen Artikel: arbeiten, büro, dampfkessel, dilettantismus, frustriert, wut
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Montag, 16. Februar 2009

Ein Rätsel

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Was hat ein rötlichbraunes Fell, drei Beine und die Gedärme quer über der Autobahn?

Tags für diesen Artikel: a3, auto, autobahn, unfall, wild
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Donnerstag, 15. Januar 2009

Alles wird gut

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Ich bin heute morgen aufgewacht und habe es in mir gehabt. Das Alles-wird-gut-Gefühl. Und es ist wahr, Leute. 

Alles wird gut. Glaubt mir.


Tags für diesen Artikel: freude, Padre
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Mittwoch, 7. Januar 2009

What about Bob

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Hi, ganz kurz (weil ich gerade keine Zeit habe): Ich bin wieder zurück aus Amsterdam. Es war sehr geil und ich werde wieder dorthin fahren.

Silvester in Amsterdam etwas chaotisch, einige bewusstseinserweiternde Komponenten im Spiel gewesen, aber ziemlich witzig.

Ich habe seit gestern wieder Internet-Zugang. Juhu.

Meine neue Playstation 3 (mein Weihnachtsgeschenk an mich) ist viel geiler, als ich es für möglich gehalten hätte. Ich werde vielleicht nie wieder einen neuen iMac brauchen (wer's glaubt ...).

Die Post-Filiale in dem Kaff wo ich jetzt wohne ist bestückt mit unfähigen, hässlichen, verblödeten Hinterwäldler-Mitarbeitern.

Heute morgen hatte ich -19 Grad Celsius auf dem Thermometer in meinem Wagen. Das ist scheiße kalt und beim Anlassen des Motors hatte ich kurz das Gefühl, dass er heute nicht anspringen möchte. Meine Ohren fanden es unabhängig vom Motor auch scheiße kalt.

Ich habe über die Feiertage 4 Kilo zugenommen. Zusammen mit den anderen 150 Kilo habe ich langsam Chancen auf das Hauptmotiv für ein Greenpeace-Plakat zum Schutz von Walen.

Ich habe immer noch nicht meine Satellitenanlage angeschlossen und kann ergo noch immer nicht Fernsehen. Und genau das vermisse ich komischerweise überhaupt nicht. Ich frage mich langsam, warum ich überhaupt Geld für die verschissene Satellitenanlage ausgegeben habe. Hätte ich lieber in den nächsten Amsterdam-Trip investiert.

Nachher werde ich im Lotto gewinnen. Und zwar die ganzen 10 Millionen. Morgen werde ich nicht mehr zur Arbeit kommen. Oder doch. Sonst weiß ja jeder gleich bescheid.


Tags für diesen Artikel: amsterdam, apple, arbeiten, fernsehen, imac, internet, kälte, lotto, playstation3, ps3, satellitenanlage, satellitenschüssel, silvester, temperatur
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Mittwoch, 17. Dezember 2008

Good, Bad and Ugly

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Good: Padre hatte seit ein paar Tagen eine gelbe Warnleuchte neben dem Tacho, die ihm signalisierte, dass die rechte Bremsleuchte defekt ist. Da es Padre nervt, wenn er bremst und die nachfolgenden Autofahrer denken, dass sein Auto kaputt ist, fuhr Padre zur nächsten ATU-Station. Sicher, früher konnte man sowas noch selbst erledigen. Bei den heutigen Autos muss man dazu die komplette Karosserie auseinander bauen.

Also: Rein in die Werkstatt, Problem geschildert. Innerhalb von fünf Minuten war ein Mechaniker direkt auf dem Parkplatz vor der eigentlich ausgebuchten Werkstatt und hat mir die neue Lampe innerhalb von zwanzig Minuten eingebaut. Nachdem ich die Glühlampe im Verkaufsbereich gezahlt hatte (2,95 EUR) bin ich wieder zur Werkstatt, um die Arbeitskosten zu honorieren. Lächelnde Antwort des Mechanikers: Gibt keine Rechnung, haben doch schon mit der Lampe bezahlt. Ich war ehrlich gesagt sprachlos - die Welt ist doch nicht überall scheiße.

Bad: Durch den Umzug habe ich zeitweise Kartonage von 40 Umzugskartons im Keller gehabt und die üblichen Tüten mit Renovierungsmüll. Vor ein paar Tagen habe ich den Renovierungsmüll weggebracht. Heute morgen dachte ich mir - bringste auch die Pappe auf den Wertstoffhof, damit das endlich erledigt ist. Am Schalter bescheid gesagt, Pappe wegschmeißen kostet nichts und ich hatte noch eine kleine Tüte mit Plastikfolien dabei (geschätzte 500 Gramm) und fragte, ob ich die dann einfach auch kurz dort abgeben kann. Die wohlwollende Antwort lautete: Ja klar, das kriegen wir hin.

Nachdem ich die Kartons entsorgt habe, sollte ich wegen dem Plastikmüll auf die PKW-Waage fahren (ok, wir sind hier und Deutschland und da muss halt alles nach Vorschrift sein). Gewogen mit Plastikmüll: 1.400 kg. Dann die Plastiktüte rausgeholt, am Zeigefinger lässig zum Plastik-Container getragen und reingeschmissen. Nicht, dass sie noch bei einem leichten Windstoß wieder rausgetragen worden wäre, so leicht war die Tüte. Wieder an den Schalter gegangen, aus reinem Humor den Geldbeutel gezückt und gefragt, was ich denn für die Tüte schuldig sei.

Blick auf die PKW-Waage: unverändert 1.400 kg (500 Gramm zeigt die Waage nicht an). Antwort: 5,24 EUR macht das bitte. Ich war der Meinung, dass ich mich verhört hatte und verlangte die Wiederholung. Nachdem er noch einmal 5,24 EUR sagte und ich relativ schockiert meinte: "Für die Tüte, die ich eben am Zeigefinger in den Container balanciert habe?" meinte das Riesen-Arschloch der Herr am Müllhebel "jap, Mindestgebühr".

Wenn ich nicht zu irritiert über diese Frechheit gewesen wäre, dann wäre ich in den Container gekrochen und hätte die Mülltüte wieder rausgeholt, um sie dem dümlich grinsenden Mann hinter dem Schalter mit einem herumliegenden Stahlrohr ganz tief in den Analgang zu stopfen. Wie beim Gänse-Mästen, kräftig nachschieben, nur andersherum.

Entweder hätte er mir bei meiner Eingangsfrage gleich sagen können: Schmeiß das Ding lieber einfach in deine Haus-Mülltonne, das müssen wir hier sonst leider mit einer Mindestmenge berechnen. Oder er hätte auch einfach sagen können: Schmeiß einfach drauf das Ding.

Verdammtes Abzocker-Arschloch. Ich überlege mir noch eine geeignete Strafe für den Mann.

Ugly: Die Satellitenschüssel, die ich notgedrungen am Balkongeländer anbringen (lassen) muss, weil es in diesem $!%"/§ Kaff ausgerechnet in meiner Straße keinen Kabelanschluss gibt. Das gibt dem ganzen Ding einen deutlich unästhetischen Touch. Hat was von Sozialsiedlung der klischeehaften Vorstellung eines Plattenbaus, so eine Satellitenschüssel am Geländer.


Tags für diesen Artikel: abzocke, apple, atu, bremsleuchte, kabelanschluss, müll, padre, satellitenschüssel, umzug, umzugskartons, wertstoffhof, wohnung
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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Padre geht ins Kitchen

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Dabei war er doch immer so freundlich und hat jeden Freitag die Papiermülltonne rausgestellt, werden jetzt meine nichtvorhandenen Leser viele denken. Wieso also sollte Padre ins Gefängnis?

Nein, liebe Freunde (oder Kiddings, wie ein anderer bekannter Blogger immer zu sagen pflegt). Die Überschrift ist ein äußerst gelungenes Wortspiel aus deutsch und englisch. Padre hat sich eine Küche für die neue Wohnung ausgesucht.

Zur Auswahl standen drei Küchenbauer, letztendlich tendierte ich zu Nagel Küchen. Nicht, weil ich es unbedingt sauteuer haben wollte - die Beraterin hatte einfach das beste Parfüm und irgendwie ist es doch scheiß egal, ob die Front aus poliertem Perlmutt ist oder aus sonst irgendeinem dekadenten Schrott. 

Hauptsache meine Grillplatte von Green Mountain passt auf den Gasherd (mit Gas macht Kochen einfach grundsätzlich mehr Spaß, außerdem kann man sich dann auch sehr gut damit umbringen, wenn es denn sein muss). 

Bei dem Endpreis musste Padre dann allerdings kurz blinzeln - die Beraterin hat es nicht gemerkt, denn wie es sich bei Verhandlungen gehört, saß Padre mit dem Rücken zum Fenster. 



Tags für diesen Artikel: apple, beraterin, gasherd, green mountain, grillen, kochen, küche, nagel, padre, parfüm, wohnung
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Montag, 8. Dezember 2008

ImmerdasgleichemitdemPadre

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Erst verschwindet er wochenlang in der Offline-Welt, dann kommt irgendeine dahin gefaserte Entschuldigung und schon liegen wieder alle an seinen Zeilen wie die hungrigen Frischlinge an der Milchdrüse, im Volksmund auch Titte genannt. 

Titte ist für meine Begriffe allerdings ein recht ordinäres Wort. Man kann es mal sagen, wenn man sich unter Jungs ein paar Bier reingelötet hat und anschließend männlich-betrunken ablachen will. Oder wenn man garstig sein will. Zum Beispiel, wenn man über seine neue hässliche alte Nachbarin etwas böses sagen möchte: "Die ist so hässlich wie ihre Titten."

Die neue Nachbarin ist eigentlich gar nicht neu. Wenn überhaupt bin ich der neue Nachbar. Aber sie fühlte sich genötigt, mehrmals laut gegen die Wand zu klopfen, weil ich mich erdreistete, um 21:30 Uhr noch mit dem Spachtel Tapetenreste meines Vormieters von der Wand zu schaben. 

Weil nämlich der Handwerker, der neu tapezieren sollte, am nächsten Morgen um 8 Uhr auf der Matte stehen wollte. Und die unglaublich assozialen Vormieter meine neue Wohnung in einer Mischung aus Bombenopfer und Messi-Versammlungsort zurückgelassen haben. Normalerweise hätte ich die Wohnung so niemals annehmen dürfen. Das sagten mir auch der Handwerker, der Hausmeister und die alte böse Nachbarin - ungefragt und nicht unbedingt meine Laune anhebend. Ich mag es einfach nicht, wenn andere Menschen etwas offensichtliches aussprechen, als müssten sie etwas dazu sagen. 

Aber ich war nunmal leider unter erheblichem Termindruck, denn für Renovierung inkl. Tapetenwechsel der alten und neuen Wohnung und des Umzugs hatte sich Padre ein großzügiges Zeitfenster von 4 Tagen gesetzt. Manchmal sind die Schnellschüsse eben doch nicht die Besten. Bisher hatte es immer geklappt.

Nun ja, ich will euch nicht mit meinen Einzugsgeschichten langweilen und meinen Erfahrungen mit russischen Emigranten, die meine Wohnung zum Schleuderpreis über My-Hammer.de tapezieren sollten (ich wusste gar nicht, dass man so bescheuert sein kann und die Tapete über eine nicht vorher abmontierte Steckdose tapeziert und die Tapete danach mit 5 Zentimeter Abstand zur Abdeckung ausschneidet).

Oder über die teure Entscheidung, die alten vergilbten Lichtschalter wegzuschmeißen und anschließend im Baumarkt für 160 Euro neue Schalter und Abdeckungen zu kaufen. Richtig, die sind doch viel teurer als man denkt.

Mein Wohnzimmer ist noch eine Ansammlung von Kartons und Krempel, meine Küche wird nach der Bestellung wohl frühestens Mitte Januar geliefert, Internet kommt wenn ich Glück habe vor Weihnachten.

Deswegen habe ich mir das Schlafzimmer als Ruheinsel hergerichtet und in unendlicher Detailliebe mit nicht gekannten Heimwerker-Qualitäten so fertig gemacht, dass ich die nächsten Wochen einfach nur im Bett liegen werde. Und ich werde davon ausgehen, dass sich alles andere von selbst erledigt.

Selbstaufhängende Lampen, Spiegel und Gardinen. Selbstauspackende und hinterher selbstwegwerfende Umzugskisten. Und eine böse Nachbarin, die sich von selbst im Keller einzementiert. Wobei ich das auch noch selbst erledigen könnte.

Das war der letzte Umzug für die nächsten 5 Jahre. Ich h.a.s.s.e. es.






Tags für diesen Artikel: apple, handwerker, heimwerker, internet, möbel, padre, tapete, tapezieren, titte, umzug, wohnung
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Samstag, 27. September 2008

Kurzprotokoll Freitag Abend

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Halten wir kurz fest, was Freitag abend war. Nachdem sich Padre am Freitag um 21.30 Uhr (von der White-Russian-getränkten Vornacht leicht übermüdet) endlich aus dem Büro trägt, um nach Hause zu fahren, ruft S. auf Padres iPhone an.

Allein das freut Padre ungemein, denn dann kann er sein iPhone auch einmal benutzen und nicht nur verliebt anschauen.

S. schlägt vor, noch einen ganz kurzen Absacker zu trinken bei der gemeinsamen Bekannten S. (die beiden haben den gleichen Vornamen, was die Geschichte nicht unbedingt einfach macht, solange ich die Namen abkürze). Da Padre nun in diesem Jahr offiziell nicht mehr zum Jungvolk gehört, entscheidet er sich zur Vermeidung von Ü30-Witzen gegen sein Bett und macht sich nach einem kurzen Rennen über die A3 auf direktem Weg zu S.

S. war bereits da (es war ja auch ihre Wohnung) und sie war in tiefem Gespräch mit S. über Frau Ypsilanti, über Politiker an sich, das europäische Schicksal, Integrationschancen von islamischen Menschen und zwischendurch auch über die Bilder der neuen Schnalle von S. auf Facebook.

Padre schnappte sich ein Bier aus dem Eisfach, wo S. die Flaschen noch schnell auf Trinktemperatur runtergekühlt hatte, und stieg - sozusagen aus dem Stehgreif - in die laufende Diskussion ein.

Als Padre das nächste Mal auf seine Uhr schaute, stellte er fest, dass sich ihr 4:45 Uhr anzeigendes Zifferblatt verdoppelt hatte, vor ihm auf dem Tisch eine beachtliche Menge leerer Bierflaschen, eine leere Flasche Marillenschnaps aus dem vergangenen Österreichurlaub, ein zur Hälfte geleertes Einmachglas mit Marillen, drei Flaschen Wein und zwei ultravolle Aschenbecher zu einem wirren Gemälde versammelt waren.

S. hing gefährlich halb von seinem Stuhl runter und sabberte im Halbschlag auf seinen Tommy-Pullover. S. klickte mit tiefroten Augen, losgelöst von Raum und Zeit, auf ihrem Notebook herum und muss schätzungsweise in dieser Nacht sämtliche Facebook-Profile zweimal durchgeklickt haben.

Padre ist dann mal nach Hause gegangen.


Tags für diesen Artikel: a3, apple, betrunken, bier, bitburger, facebook, iphone, marillenschnaps, padre, österreich
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Freitag, 12. September 2008

Cuxhaven ahoi

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Ich bin dann mal kurz weg. Komme aber wieder.
Tags für diesen Artikel: cuxhaven, dienstreise, meer, norddeutschland, nordsee, padre
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Mittwoch, 3. September 2008

Zur Lage der Nation

Geschrieben von padre in Padres Gedanken und Spielchen
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Es wird mal wieder Zeit, dass ich ein paar Dinge in meinem Kopf rausschreibe.

Punkt 1: Ich muss eigentlich umziehen.

Das stresst mich total ab. Weil ich meine Wohnung mag und die Stadt wo sich die Wohnung befindet. Und weil ich gerade mal vor 1,5 Jahren komplett renovieren lassen habe. Und weil ich alle Möbel und Accessoirs sozusagen passend gekauft habe. Und weil ich da meinen Freundeskreis habe. Zumindest, was davon übrig geblieben ist. Und das heißt selbstverständlich nicht, dass ich meine Freundschaften aktiv pflegen würde. Dazu bin ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Aber er ist halt da, falls ich auch mal da wäre.

Aber: Ich habe keine Lust mehr, jeden Tag knapp zwei Stunden auf der Autobahn zu verbringen, um zu meinem externen Schreibtisch zu kommen. Und ich habe keine Lust mehr, das liebe Geld für eine große Wohnung auszugeben, in die ich abends nur noch zum Schlafen einfalle und früh morgens zum Arbeiten wieder verlasse. Da nützt es auch nichts, dass ich sie mit Flachbildfernsehern, Design-Elementen und jeder Menge geilem Schnickschnack ausgestattet habe, um meine Kaufsucht zu befriedigen. um meinem dekadenten Lebensstil Ausdruck zu verleihen. um es ein bisschen angenehmer zu machen.

Trotzdem: Die Notwendigkeit, näher an den Arbeitsplatz zu ziehen, bringt die Tatsache mit, dass ich die Wahl zwischen ein paar Käffern habe, in denen spätestens um 18 Uhr der Bordstein hochgeklappt wird. In denen es maximal zwei Kneipen gibt, die den gesamten Bestand an Hartz4-Empfängern der Region beheimaten. In denen ich nicht mehr in 5 Minuten zu Fuß an der Rheinpromenade bin oder in der Innenstadt zwischen hundertfünfzigtausend Geschäften stehe oder um die andere Ecke mindestens genauso viele Bars, Restaurants und Clubs zur Verfügung habe.

Punkt 2: Ich brauche einfach mehr Geld.

Eigentlich sollte ich mich nicht beschweren und lieber meine Klappe halten. Ich verdiene wirklich nicht schlecht, zumindest meint das meine Steuerberaterin. Ich merke das höchstens daran, dass ich wahllos Klamotten, iPhones, Ray Ban Brillen, Elektrogeräte, USA-Food, Urlaubsreisen [...] bestelle und trotzdem am Monatsende keinen Anruf von der Bank bekomme. Das ist irgendwie ungewohnt und macht so langsam auch keinen Spaß mehr.

Deswegen habe ich mir jetzt überlegt, dass ich unbedingt mal ein neues Auto brauche. Mein Navi ist z.B. schon so alt, dass er die neusten Kreisel nicht mehr drin hat. Das stresst mich doch sehr ab, wenn ich durch einen Verkehrskreisel fahre und mir das Navi in der Kurve anzeigt, dass ich Offroad fahre.

Ich brauche einen VW Touareg, um konkret zu werden. Allerdings sind mir die Leasing-Raten dann doch zu teuer - ich müsste meinen sonstigen Konsum einschränken und diszipliniert werden. Ich könnte nicht einfach mal für zwei Personen zwei Wochen nach Ägypten fliegen. Ganz spontan. Ohne das Sparbuch zu plündern. Deswegen brauche ich mehr Geld. Und noch was: Ich habe keine Lust mehr, meine Zeit mit Arbeit zu verschwenden. Ich will Geld haben ohne zu arbeiten.

Punkt 3: Ich glaube, ich bin beziehungsunfähig.

...


Tags für diesen Artikel: arbeiten, autobahn, faul, frustriert, gefrustet, gefühle, geld, kaufen, kneipe, konsum, mainz, umzug, wohnung
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super danke! Auch wenn du die anleitung noch hättest würdest du nicht schl [...]


Felix zu Ich brauche noch etwas Zeit
So, 29.08.2010 23:25
Zeit... was ist das schon... f rüher stand man um 5 auch, ack erte auf dem F [...]


stek zu Tristar RK-6103 Reiskocher weiß 300 Watt
So, 29.08.2010 11:23
du weißt gar nicht wieviel gut es du mit deinem beitrag leist est. hallejuja. (:


Padre zu Padre hat den Sinn des Lebens gefunden
Mo, 17.05.2010 14:00
andere bezahlen viel geld für diesen zustand. :-)


Felix zu Padre hat den Sinn des Lebens gefunden
Mo, 17.05.2010 10:29
Das Persistieren „bewusstseins erweiterter“ Zustände wird aus medizinischer [...]


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