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Dezember 2009 Werte Leserinnen und Leser. Der Padre existiert noch, er schreibt nur nicht in seinem Blog. Dabei hätte es so viel gegeben, worüber es sich zu schreiben lohnt. Es gab so viele unglaubliche Schlagzeilen und Ereignisse in den letzten Wochen und Monaten, dass kaum noch Antrieb da ist, darüber zu bloggen. Mittwoch, 1. Juli 2009 One day in FrankfurtGeschrieben von padre in Padres Gedanken und SpielchenKommentare (2) | Trackbacks (0) Eigentlich mag ich die Atmosphäre einer erwachenden Großstadt früh am Morgen. Wenn man neben Müllmännern Fachkräften für Abfallwirtschaft so ziemlich der Einzige auf der Straße ist. Wenn man die Kraft der gläsernen Bürogebäude spürt und die Kioske am Gehweg ihre mit unzähligen Plakaten vollgeklebten Fensterläden aufstellen. Allerdings erstickt diese romantische Atmosphäre bei mir immer, sobald mir die ersten Häuserwände die Urin-Fahnen der vergangenen Nacht in die Nase drücken. So geschehen heute morgen auf dem Weg vom Parkhaus zur Frankfurter Börse. Mein Ziel: Der Online-Marketing-Tag 2009, veranstaltet von der IHK FFM. Auftakt-Vortrag von Dr. Torsten Schwarz zum Thema "Pflicht und Kür im Online-Marketing" war recht unterhaltsam und informativ. Auch, wenn vieles ohnehin bekannt ist, schadet es nie, neu inspiriert zu werden. Herr Dr. Schwarz ist begeisterter Twitterer (DocS) und war von der ganzen Thematik spürbar durchsetzt und begeistert. Ich finde es angenehm, wenn jemand von seinem Beruf besessen ist und man spürt, dass da vorne tatsächlich jemand brennt. Nachdem ich das folgende Expertengespräch übersprungen habe und heimlich ans frisch aufgebaute Buffet gewandert bin (hat was von als-Erster-Spuren-im-Neuschnee-machen), kam die erste Enttäuschung mit kurzer Verzögerung: Ich stand mit vollgeladenem Teller an einem hübschen Stehtisch, als die Türen des Vortragsraumes aufgingen und die knapp dreihundert Teilnehmer einer hungrigen Wolke gleich zum Buffet strömten. Dummerweise war mein Stehtisch innerhalb von Sekunden genau in dieser Wolke gefangen. Habt ihr schon einmal inmitten einer wartenden Menschenmenge versucht zu essen? Ganz viele Menschen Ellbogen an Ellbogen und mit deutlicher Unterschreitung der Distanzzone meiner Intimsphäre. Ich hatte Mühe, mein Besteck kontrolliert zum Mund zu führen, weil ich ununterbrochen die Rempler der sich vorbei quetschenden Masse ausgleichen musste. Da alle Umstehenden außerdem nichts besseres zu tun hatten, als mir auf den Teller zu schauen und meine Essbewegungen zu scannen, ließ ich die halb aufgegessenen Köstlichkeiten recht schnell stehen und zwängte mich frustriert ins Freie. Schade um den Lachs und die gegrillten Auberginen. Epic Fail. Nach der Mittagspause lehrte mich Herr Frank Auth mit seinem Vortrag "Von den Großen lernen heißt siegen lernen - Das Geheimnis des Erfolgs von Social Media Kampagnen" das große Kotzen Grauen. Das Geheimnis des Erfolgs hat Herr Auth natürlich nicht gelüftet, sonst hätte er den anwesenden Teilnehmern - allesamt Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen - wohl verraten müssen, dass "erfolgreiche" virale Kampagnen nur deswegen erfolgreich sind, weil hinter den Vorhängen mit Monster-Budgets unzählige Agenturen und Spezialisten mit großem Aufwand tätig waren. Diesen Aufwand können sich KMUs in den seltensten Fällen leisten und erlauben, denn vor der Steigerung einer Marken Awareness stehen wohl sehr viel wichtigere Marketingziele auf der Pflicht-Liste. So begnügte sich Herr Auth auch vollständig damit, verschiedene Youtube-Videos von Nike- oder Telekom-Kampagnen zu zeigen, danach irgendwelche bunten Diagramme über die Community-Entwicklung der Kampagne zu ergänzen und das mit ins Mikrophon genudelter Off-Moderation zu versehen: "Du musst Web 2.0 sein und es lieben, jeder kann (und sollte) im Social-Web aktiv werden, seine Kunden sprechen lassen, sich von der klassischen Corporate Website verabschieden, Partizipation ist essentiell". Ganz, als ob Twitter und Facebook sozusagen der neue Wunderschlüssel für ein erfolgreiches eCommerce sind. Leider wurden alle diese Kampagnen auf dem englischen oder amerikanischen Markt gestartet und leider verzichtete Herr Auth auch konsequent auf irgend ein Lösungs-Beispiel für den deutschen KMU-Anwender: Weil es nämlich kaum eines gibt und die bekannten Kampagnen von den ganz großen Brands mit der entsprechenden Power durchgeführt werden. Es funktioniert eben leider nicht so einfach, dass der Metzgermeister Karl-Heinz mit seiner Videokamera ein Video von seiner Katze dreht, wie sie die Mettwürste aus der Ablage frisst, das Video dann auf Youtube hochlädt und wenig später eine Community aus hunderttausenden begeisterten Followern hat, die gleich am nächsten Tag in seine Metzgerei rennen und Wurst kaufen. Sicherlich hat virales Marketing auch seine Berechtigung für jegliche Unternehmensgrößen und Geschäftsmodelle. Aber dann bitte in einem solchen Vortrag auch mit Tipps und Ideen, wie genau so etwas auf die eigene Branche und im Kleinen umgesetzt werden kann. Für mich blieb der Geschmack von buzzigem Agentur-Geschwätz, was man sich durchaus erlauben kann, wenn die Mehrheit der Vortragsteilnehmer schon freudig aufgeregt auf dem Stuhl herumrutscht, sobald jemand die Türen zur schillernden Welt von Twitter, Facebook und Social Web öffnet. Zum Glück waren die nächsten Vorträge wieder deutlich praxisnäher und haben unter Umständen für die Teilnehmer viel mehr gebracht als jedes Web2.0-Geschleuder: Gezeigt, dass Marketing im Internet schlicht und ergreifend Arbeit ist, dass es wichtige handwerkliche Regeln gibt und einem nichts geschenkt wird. Auch nicht von Youtube oder Twitter. Als ich mich gerade durch die Rush Hour zurück ins Büro quäle, keimt in mir der Gedanke, eine Agentur für integrierte Kommunikation aufzumachen. Man muss eigentlich nur hemmungslos sülzen können und braucht ein paar Web-Vokabeln, die ein unerfahrenes Gegenüber schnell beeindrucken. Und dann kann man sich teure Anzüge leisten und auf IHK-Veranstaltungen Vorträge halten. Und an dieser Stelle habe ich die Idee mit der Agentur auch schon wieder begraben. Beiträge zur Veranstaltung auf Twitter: #omt09 Mittwoch, 3. Juni 2009
Wenn man dieses Buch durchliest, möchte man am liebsten ganz weit weg auswandern. Vielleicht nur nicht mit einem Air France Airbus nach Brasilien ...
Donnerstag, 14. Mai 2009 Blogism: Jetzt auch auf dem iPhoneGeschrieben von padre in Boulevard am MorgenKommentare (3) | Trackbacks (0)
Der Betreiber und Autor von blogism.de, Padre, hatte in einer Pressekonferenz am 30. Februar 2009 bekannt gegeben, dass entsprechende Technik für eine iPhone-taugliche Web-App gefunden und noch im zweiten Quartal 2009 auf den Public-Servern des Dienstes implementiert wird. Analysten standen der Ankündigung Padres zunächst kritisch gegenüber, handele es sich bei dem von blogsim.de eingesetzten System doch um die Open-Source-Software Serendipity, die zunächst nicht für eine mobile Ausgabe geeignet schien. Zum Launch der Stable-Version von blogism.de (iPhone optimiert) stiegen die Aktienkurse von Padre bei weiblichen Lesern um bis zu 578 Punkte über den Emissionswert, bei männlichen iPhone-Besitzern sogar um bis zu 735 Punkte. Es wird erwartet, dass Padre schon recht bald mit dem amerikanischen Unterwäsche-Model Karen Denise Aubert fusioniert. Beobachter hatten schon vor Monaten von einer ausschweifenden Fantasie und notorischer Selbstüberschätzung Padres berichtet. Montag, 4. Mai 2009 Apple und der iPhone App-StoreGeschrieben von padre in Apple iPhone TrixKommentare (0) | Trackbacks (0) Nun, Apple achtet ja stets darauf, seinen App-Store fürs iPhone clean zu halten. Entwickler bekommen nur die Freigabe für ihre App, wenn sie auch wirklich keine bösen Sachen enthält. So musste bereits iBoobs entschärft werden, bevor das Programm zum Endanwender durfte - und es gibt genug weitere Beispiele für Apples Zensurarbeit. Ob das moralisch wichtig ist oder nicht, ist eine andere Diskussion - Apple möchte eben gar nicht erst in den schmutzigen Bereich der Unterhaltung reingezogen werden. Krass ist allerdings, dass Apple das Update einer Anwendung von Nine Inch Nails abgelehnt hat. Über die NIN-App konnte unter anderem der Song The Downward Spiral gestreamt werden. In diesem Song kommt das Wort fucking einmal vor. Und genau deswegen darf die App in dieser Form nicht auf die iPhones drauf. Weil das schon sehr hart ist, freut die Antwort von NIN-Sänger Trent Reznor an Apple besonders gut: Liest du hier. Freitag, 24. April 2009 Die Leute da unten. Es ist wahrlich keine Freude, eine Frau Schwan dabei zu beobachten, wie sich eine Präsidentschaftskandidatin auf ganz hässliche Art demontiert. Und dabei womöglich eine vorhandene Krise erheblich verschlimmert. Wenn Frau Schwan davon spricht, dass die Menschen bald so wütend werden könnten und die Stimmung explodiert, dann tut sie das als jemand der außerhalb der Gefahrenzone steht und über die Leute da unten spricht. An wen richtet sie das Appell von Frau Schwan, wenn nicht auch an sich selbst? Wie werden solche ungefilterten Aussagen von der breiten Bevölkerung wahrgenommen? Hat Frau Schwan bereits ein Wundermittel gegen die Wirtschaftskrise entdeckt? Nein. Frau Schwan befindet sich im Wahlkampf, zusammen mit allen Parteien. Aber ich hatte bislang immer irgendwie den Eindruck, dass Bundespräsidenten beziehungsweise Kandidaten genug Weisheit besitzen, um nicht grobschlächtige Fehler zu machen. Nun weiß ich das besser. Es macht mich wütend, wenn Frau Schwan ihre Aussagen auch noch verteidigt mit den Worten "Wir müssen verhindern, dass die von vielen empfundene Enttäuschung zu einer explosiven Stimmung führen könnte". Als würden genau diese Menschen, die sie meint, ihre Aussagen nicht in den Medien mitbekommen. Als spräche Frau Schwan zu einem kleinen Kreis wissender Elite-Journalisten, die das dann erstmal mit ihr im Stillen ausdiskutieren. Nein, Frau Schwan. Wenn ich nicht möchte, dass eine bestimmte Sache eintritt (z.B. eine explosive Stimmung in der Bevölkerung), dann lege ich nicht genau diese Option als unausweichliche Konsequenz auf das Tablett. Es wäre vergleichbar, wenn eine Mutter zum Vater sagt: "Unser Kind wird vielleicht so sehr enttäuscht sein, weil du momentan weniger Geld zur Verfügung hast und wir uns deswegen leider diesen Sommer keinen Urlaub leisten können - so enttäuscht, dass es wahrscheinlich erst unser Auto zerkratzt und danach mit einem Stein alle Scheiben unserer Wohnung einwirft". Und das Kind steht daneben und weiß jetzt, wie es Papa vermeintlich zum Sommerurlaub zwingen könnte. Aber es gibt in diesem Jahr keinen Sommerurlaub. Auch nicht, wenn man das Auto zerkratzt oder Scheiben einwirft. Die Stammtischler werden jetzt wissen, was zu tun ist. Und Oskar mit den Linken natürlich auch. Und es würde mich nicht wundern, wenn sich auch bald noch ein paar Rechte der schönen Steilvorlage annehmen. Eine Krise ist eine Chance! DAS sollten Sie zu den Leuten sagen, Frau Schwan. Mittwoch, 18. März 2009 Ich sage Ja zum iPhone OS 3.0. Ach, wie ist das schön. Da kommt ja richtig Schwung in die Sache. Copy und Paste, Bluetooth Funktionalität, Exchange-Kalender, Querformat für alle Anwendungen inklusive Mail, Anti-Pishing für den Safari, Push Notifications und MMS. Das ist ja wie Weihnachten. Nur im Sommer. Dienstag, 17. März 2009 Ich habe eine neue App für mein iPhone. Es ist ein Killerspiel und heißt iMob. Klassisches Browser-Game als native iPhone-Applikation. Sieht gut aus, spielt sich gut und ist perfekt für einen kleinen Zeitvertreib, während man irgendwo warten muss. Im Prinzip geht es darum, sich als Mafiosi zu etablieren und dabei gegen andere iPhone-Paten anzutreten. Je mehr Leute man in seiner Bande (iMob) hat, desto stärker wird man. Neue Leute kann man zum Beispiel direkt aus seinen iPhone-Kontakten heraus einladen oder mittels GPS-Lokalisierung aus der Nachbarschaft rekrutieren. Die eingeladenen iMob-Member müssen selbstverständlich nicht aktiv mitwirken, es geht nur um die reine Anzahl. Deswegen hier der Aufruf vom mächtigen Padre: Nehmt mich mit dem Code 167 143 202 in eure iMob-Bande auf. Und alles wird gut. Vorsorglich weise ich darauf hin, dass mein Vater keine Waffen in der Wohnung hat und ich auch nicht bei meinen Eltern wohne. Und in der Schule mochten mich alle außer meinen Lehrern. Ich werde heute nicht Amok laufen. Call me nerd. Montag, 2. März 2009 Es ist zum Arschtreten. Nachdem ich jetzt schon einige Male wieder mit Wordpress in Berührung kam, musste ich meine Entscheidung für das Weblog-System Serendipity neu überdenken. Damals war Wordpress der Platzhirsch und Serendipity der schnelle Underdog mit vielen tollen vorinstallierten Gimmicks. Wenn ich mir jetzt den aktuellen Stand von Wordpress 2.7.1 ansehe, bin ich restlos begeistert - und von Serendipity mehr und mehr enttäuscht. Außerdem wartet Wordpress auch mit so tollen Zusätzen wie einer eigenen iPhone-Application auf. Letztere fehlt für das Serendipity noch immer. Und ich vermisse sie schmerzlich. Zu selten bin ich mit Muse am Computer, um Weblog-Einträge zu schreiben. Stattdessen habe ich unterwegs immer wieder Leerzeiten, die ich prima mit mobilem Bloggen ausfüllen könnte. Am vergangenen Wochenende war der gedankliche Prozess abgeschlossen und ich wollte meinen Serendipity-Weblog auf Wordpress umziehen. Aber glaubt ihr, dass mir das gelungen ist? Nein, natürlich nicht! Plugins gibt es zwar ein paar, aber kein einziges schaffte den Import fehlerfrei. Ich möchte natürlich weder auf irgendeinen Beitrag, noch auf einen Kommentar, noch auf irgendwelche Medien verzichten, die sich seit 2004 bei mir angesammelt haben. Jeder Importversuch brachte immer den gleichen Fehler: Sämtliche Beiträge und Kommentare bestanden nur aus den ersten Zeichen. Sozusagen immer der Anfang des Beitrags und dann plötzlich nichts mehr. Ich habe leider zu wenig Programmierkenntnisse, um mir das selbst hinzubiegen. Deshalb warte ich jetzt einfach auf ein Wunder. Oder irgendein neues Plugin, das mir hilft. Ist das die Strafe dafür, dass ich damals nicht gleich auf Wordpress gesetzt habe? Freitag, 16. Januar 2009 Einfach mal weniger bezahlenGeschrieben von padre in Boulevard am MorgenKommentar (1) | Trackbacks (0) Tja, nun ist man entweder Besitzer einer Playstation 3, XBox360 oder irgendeiner anderen Konsole. Oder man ist passionierter Computerspieler. Oder irgendwas anderes, bei dem man sich gerne mal ein neues Spielchen kauft. Der Padre kauft sich seine Gaming-Utensilien gerne bei Amazon. Dort ist alles sehr praktisch und die Ware wird in Windeseile nach Hause geliefert. Nun hatte sich Padre vor Weihnachten das Kinderspiel überaus kreative und anspruchsvolle Little Big Planet für die PS3 gekauft. Über Amazon zum Preis von 70 Euro. Ich weiß, davon leben manche Familien einen Monat lang. Regelrecht geschockt war ich allerdings, als ich über einen Kollegen den Hinweis auf das britische Amazon bekam. Denn hier kauft man auch als deutscher Bürger ohne Einschränkungen, die Ware braucht auch nur einen Tag länger als über Amazon Deutschland und sie ist im Schnitt 50% günstiger. Sogar der Amazon-Account kann hier genutzt werden, man muss sich keinen neuen anlegen. Und siehe da - Little Big Planet kostet bei Amazon.co.uk 17,99 Pfund, was umgerechnet knapp 20 Euro sind. Da gefriert mir doch die Playstation auf der Kommode. |
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Mi, 19.01.2011 16:36
super danke! Auch wenn du die anleitung noch hättest würdest du nicht schl [...]
So, 29.08.2010 23:25
Zeit... was ist das schon... f rüher stand man um 5 auch, ack erte auf dem F [...]
So, 29.08.2010 11:23
du weißt gar nicht wieviel gut es du mit deinem beitrag leist est. hallejuja. (:
Mo, 17.05.2010 14:00
andere bezahlen viel geld für diesen zustand.
Mo, 17.05.2010 10:29
Das Persistieren „bewusstseins erweiterter“ Zustände wird aus medizinischer [...]