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Freitag, 7. Mai 2010

Quo vadis, Deutschland?

Geschrieben von padre in Politik oder was
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Wenn man sich allein nur das Vorhaben anschaut, kann einem ganz schlecht werden: Entwurf für Leistungsschutzrecht durchgesickert.

Ich habe immer krasser den Eindruck, dass die Versuche der Einflussnahme und Kontrollgesetze desto heftiger und unverblümter werden, je stärker sich Internetnutzung und Informationsfreiheit ausbreiten.

Ein interessanter Kommentar zu diesem Artikel auf heise.de:

"Das geht mir noch nicht weit genug (El Magnifico)

Es muss für jede Berufsgruppe eine eigen Verwertungsgesellschaft, Abgaben auf alle möglichen Geräte und spezielle Gesetze geben. Denn wer schützt den Schreiner heute davor, daß jemand mit dem Geräusch seiner Kreissäge einen Rap zusammenmixt?

Wer entschädigt heute den Kunstmaler, dessen Bild fotografiert und womöglich anderen Personen zugänglich gemacht wird? Der Pflasterer, dessen frisch gelegte Kantsteine von Passanten bewundert werden, geht ebenfalls noch leer aus, obwohl die am Ergebnis seiner Arbeit Freude haben.

Wenn Mercedes mal wieder ein besonders schönes Auto baut, dann sollen aber nicht nur die Käufer dafür zahlen, sondern auch alle, die das Auto sehen. Außerdem muss, analog zur Fernsehgebühr / Medienabgabe, auch dann gezahlt werden, wenn nur die Möglichkeit besteht, daß man das Auto vielleicht mal sehen könnte. Also von allen. Ausnahmen gibt es nur für Personen, die gleichzeitig blind, taub und ohne Tastsinn sind.

Wenn es mal soweit kommt, und fern ist der Tag nicht, dann kommt es hoffentlich mal zur Revolution und wir haben mal wieder ein paar Jahre, in denen mit Verstand und Anstand regiert und miteinander umgegangen wird."

Tags für diesen Artikel: blog, deutschland, gesellschaft, gesetze, internet, leistungsschutzgesetz, macht, medien, politik, presse, regierung, urheberrecht, zukunft
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Donnerstag, 18. Februar 2010

Maserati oder Polo für den Geschäftsführer?

Geschrieben von padre in Boulevard am Morgen
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Da schreibt der Tagesspiegel ganz markig "Müssen Sozialunternehmer Polo fahren?" und ruft zur allgemeinen Diskussion auf. Hintergrund ist die für Deutschland wirklich bedeutsame Meldung, dass ein Geschäftsführer eines Sozialunternehmens einen Maserati als Dienstwagen fährt. 

Ist ja Wahnsinn. Und was für eine schöne Medienkampagne jetzt wieder losgetreten werden kann. Und wie schön sich wieder alle aufregen können. Ich bin gespannt, wie die Parteien das Thema für sich entfalten - wird sicherlich schon heute Abend in der Tagesschau sein. Herrlich! 

Die in der Tat delikate Frage, ob hier vom betreffenden Unternehmen teilweise Steuergelder dazu verwendet werden, um Luxuskarossen zu leasen, müsste tatsächlich geklärt werden. Aber sachlich und nicht auf der sozialistisch-populistischen Welle, die momentan augenscheinlich immer mehr eine Auflagen-Garantie ist.

Es ist der Neid, der in Deutschland an jeder Ecke ungebremst sprießen darf und eifrig geschürt wird. Der Erfolgreiche wird an den Pranger gestellt. Wenn ein Geschäftsführer aus einem kleinen Verein ein Unternehmen mit 200 Arbeitsplätzen und 600.000 Euro Gewinn pro Jahr macht, dann hat er erfolgreich etwas geleistet.

Wer erwartet denn allen Ernstes, dass so jemand dann mit einem rostigen Golf II durch die Lande fährt? Warum sollte man überhaupt noch versuchen, erfolgreich zu arbeiten, wenn man sich dann nichts mehr leisten darf? 

Nein, bevor überhaupt irgendein sachliches Detail recherchiert wurde, wird sofort die große Volks-Keule ausgepackt. Endlich wieder jemand, den wir an den Pranger stellen können. Es ist müßig, darüber zu philosophieren, welche Antwort man von einem Hartz4-Empfänger bekommt, wenn man ihm die Headline des Tagesspiegels zu lesen gibt. 

Glauben die, die sich jetzt echauffieren, dass sie genauso erfolgreich sein würden, wenn man ihnen eine kleine Firma "hinstellen" würde? Dass alles nur Glück bzw. Pech ist? Dass niemand das Recht auf Luxus hat, solange nicht alle einen Maserati fahren können?

Wenn wir endlich mal wieder das Bewusstsein fördern würden, dass der Erfolg zu ganz großen Teilen mit Leistung, Talent und Initative zusammen hängt, dann würden vielleicht mehr Leute anfangen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, anstatt frustriert auf ihren persönlichen Maserati zu warten und in der Zwischenzeit auf alle anderen einzuhämmern.

Diese schamlose Gier nach dem Erfolg des Anderen, dieses pöbelnde und rotzige in Deutschland kommt immer mehr und unverschämter hoch. Ich wende mich innerlich immer mehr ab und frage mich, wie lange ich hier noch leben möchte.

Tags für diesen Artikel: deutschland, firma, geschäftsführer, gesellschaft, gutmenschen, maserati, neid, pessimisten, polo, sozialunternehmen, volk
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Freitag, 15. Januar 2010

Sozialer Abstieg

Geschrieben von padre in Politik oder was
Kommentare (3) | Trackbacks (0)

Ich sehe mich selbst eigentlich nicht als reaktionär-konservativ. Allerdings scheint unsere politische und gesellschaftliche Kultur seit einigen Jahren so krass nach links zu rutschen, dass ich mich plötzlich im schwarzen Flügel wiederfinde.

Und nur noch hilflos den Kopf schütteln kann über so viel politisches, historisches und gesellschaftliches Unvermögen: http://www.stern.de/politik/deutschland/schulreform-ist-beschlossen-berlin-schafft-die-hauptschule-ab-1535761.html.

Wann wurde der Hauptschüler schlecht?

Der vermeintliche Makel am Wort "Hauptschüler", den die Linken damit aus der Welt schaffen wollen, wurde in den 68ern durch die Linken aufgebaut. Bis dahin war ein Hauptschüler und späterer Handwerker ein geachtetes und geschätztes Mitglied der Gesellschaft.

Erst mit den Linken wurde der "Pöbel" von den "Intellektuellen" so strukturverändernd abgegrenzt und ausgegrenzt, dass plötzlich alle Abitur haben müssen, um ernst genommen zu werden und eine "Chance" zu haben.

Perfide daran ist allerdings, dass in Deutschland nun nicht alle Bildungsbürger mit akademischem Titel sind. Sondern eher das Gegenteil passiert ist: Wir verdummen!

Das gefühlte "Recht auf Abitur"

Schüler haben in der gymnasialen Oberstufe Probleme mit Groß- und Kleinschreibung oder bekommen das große Kotzen, wenn dann doch mal ein Buch gelesen werden soll. Diese Entwicklung ist im Gymnasium weder angebracht, noch sollten solche Schüler ein gefühltes "Recht" auf Abitur haben.

Einfacher geht's nicht: Niveau absenken!

Ich versuche es mal mit einem Vergleich: Stellen wir uns vor, Deutschland hätte eine Nationalmannschaft für irgendeinen Sport. Mit dieser Nationalmannschaft tritt Deutschland bei Weltmeisterschaften an. In der Nationalmannschaft sollen nur die Besten trainieren.

Aus irgendeinem Grund (aber ja, den gibt es) wird es aber immer schwieriger, Nachwuchs zu finden. Die geplante Kaderstärke von 20 Sportlern kann bald nicht mehr erreicht werden, weil es einfach zu wenig Nachwuchssportler gibt, die bei dem geforderten Leistungsniveau der Nationalmannschaft mithalten können.

Was wäre die Konsequenz? Nun, ich nehme an, man sollte verstärkt in die Motivation und in das Training der ganz kleinen Sportler investieren. Um wieder mehr Nachwuchssportler zu haben, die das Leistungsniveau der Nationalmannschaft erfüllen.

Aber nein. Es geht auch einfacher: Wir setzen einfach das Leistungsniveau der Nationalmannschaft immer weiter herunter, bis wir endlich wieder 20 Sportler haben, die bei der Weltmeisterschaft antreten können. Dumm nur, dass wir nichts mehr gewinnen. Weil diese 20 Sportler ja eigentlich gar nicht geeignet sind.

Individuelle Mehrleistung = negativ für die Gleichheit

Der konsequente Schritt in die falsche Richtung heißt daher: Hauptschulen abschaffen, mit Real- und Gesamtschule eine Einheitsschule machen. Intelligente und Lernwillige neben Dummen (das allein ist nicht schlimm) und Verweigerern. Auf welchem Niveau werden am Schluss die rauskommen, die einfach mehr Talent und Potential mitbringen?

Warum muss der Talentierte, der Leistungsbereite ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Untalentierten, Unwilligen haben? Warum müssen wir unseren Nachwuchs auf das unterste Niveau abstufen, damit sich alle (?) gut fühlen?

Warum bauen wir nicht wieder eine Hauptschule, die stolze Absolventen für ein gleichwertiges Leben in der Gesellschaft schafft?

Aber der Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass das Gleichmachen, das Absenken von Bildungsniveau ein sehr beliebtes Instrument von totalitären Strukturen ist.

Der soziale Abstieg

Meine werten Leserinnen und Leser. Das, was hier gerade passiert, ist keine Bildungsreform. Das ist der Versuch, eine Gesellschaft weiter massiv zu verändern.

Gleich zu machen, mürbe zu machen. Einheitsbrei, tumbe Masse. Perfektes Ausgangsmaterial für die nächste Diktatur. Überspitzt gesagt.

Wenn man über seinen Lebensweg nicht mehr durch eigene Leistung bestimmen kann, sondern am Ende ein Losverfahren entscheidet, ob man auf das Gymnasium kommt.

Dann ist doch Nacht Mattes.

Edit: Hier übrigens noch ein lesenswerter Beitrag von Prof. Norbert Walter zum Thema "Wie haben die 68er die deutsche Bildungslandschaft beeinflusst?" (PDF).

Tags für diesen Artikel: berlin, bildungsniveau, diktatur, frustriert, gesellschaft, hauptschule, hilflos, konservativ, linke, politik, schulreform, sozialer abstieg
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Montag, 14. Dezember 2009

Krisenstimmung

Geschrieben von padre in Politik oder was
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Werte Leserinnen und Leser. Der Padre existiert noch, er schreibt nur nicht in seinem Blog. Dabei hätte es so viel gegeben, worüber es sich zu schreiben lohnt. Es gab so viele unglaubliche Schlagzeilen und Ereignisse in den letzten Wochen und Monaten, dass kaum noch Antrieb da ist, darüber zu bloggen.

Tags für diesen Artikel: afghanistan, apple, bundeswehr, deutschland, gesellschaft, guttenberg, krieg, krise, politik, tanklaster, volk
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Freitag, 26. Juni 2009

Zensursula in der Analyse

Geschrieben von padre in Politik oder was
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Ich glaube, ich werde politisch aktiv. Irgendwann reicht es nicht mehr, sich nur (mehr oder weniger) still seine Meinung zu bilden.
Tags für diesen Artikel: fefe, gesellschaft, internet, kinderpornosperre, politik, von der leyen, zensur, zensursula
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Donnerstag, 12. März 2009

Und jährlich grüßt das Murmeltier

Geschrieben von padre in Boulevard am Morgen
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Kinners, ich habe ja drauf gewartet. Wann immer ein junger Mensch beschließt, sich und seinen Mitmenschen <zynismus> ein möglicherweise banales Leben zu ersparen </zynismus>, findet man auf seiner Festplatte Counter Strike. Das Magazin Focus springt selbstverständlich, genau wie die meisten anderen Medien, wieder mal auf den Killerspiel-Zug auf. Letzter Halt: Winnenden.

Ich zitiere aus dem Online-Beitrag von Focus-Redakteurin Christina Otten: "Dass sein Hang zu Waffen und Computerspielen wie Counter Strike und World of Warcraft einmal einen Amoklauf dieses Ausmaßes auslösen würde – damit hat hier niemand gerechnet."

World of Warcraft als Mitauslöser für einen brutalen Amoklauf in einer Schule - das ist allerdings echt neu. Geradezu brillant sogar - denn nur allein Counter Strike und Softair Waffen wären ja zu langweilig.

Ich möchte nicht wissen, wie viele mediengläubige Eltern, besorgte Lehrer und aktionistische Politiker nun wieder die Klappe aufreißen. Und genau denen erzählt der Padre jetzt mal einen:

  1. Kümmert euch mal wieder darum, dass eure Kinder in einem sozialen Umfeld aufwachsen, das ihnen die Werte zeigt, mit denen eine Gesellschaft gut (über)leben kann.
  2. Kümmert euch mal wieder darum, dass die Eltern ihre Kinder gut erziehen. Oder glaubt ihr ernsthaft, staatliche Gesetze und Verbote können Erziehung ersetzen?
  3. Kümmert euch um Integration, Toleranz und mentale Stärke eurer Kinder. Lasst sie nicht den ganzen Tag mit den gleichen Medien allein, die jetzt gegen Killerspiele hetzen. 

Padre hält es für einen Trugschluss, dass der moderne Mensch die verschiedensten Rollen wie Karriere, Selbsterfüllung, pausenlosen Spaß und - wenn es die finanziellen Mittel erlauben - eventuell auch die Elternrolle parallel und alles auf einmal in den Griff bekommt, ohne gegen die Wand zu fahren.

Nachwuchs braucht doch noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als eine Playstation, Breitband-Internet und genug Mikrowellen-Lasagne im Kühlschrank.

Womit ich nicht sagen will, dass jeder junge Mensch mit Playstation, Breitband-Internet und Lasagne im Kühlschrank ein potentieller Amokläufer ist.

Die (Amokläufer) gab es nämlich schon vor Computern und Softair-Waffen. Was es damals aber noch nicht gab waren globale Medien mit unbegrenztem Einfluss und schwindender Berufsethik. Die Welt ist nicht schlechter geworden, wir bekommen nur mehr davon mit.

Think about it.











Tags für diesen Artikel: amok, amokläufer, computerspiele, erziehung, gesellschaft, killerspiele, kinder, medien, politik, presse, winnenden
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Sonntag, 7. September 2008

Filme töten unsere Kinder

Geschrieben von padre in Politik oder was
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Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, verfilmte Romane und Dramen umgehend auf den Index zu setzen. Verkauf und Vorführung nur unter Todesstrafe. Ich habe es ja schon immer gesagt: Filme wie Das Parfüm - Geschichte eines Mörders (FSK12) sorgen für den Zerfall unserer Gesellschaft und bringen unsere Kinder um. Das ist wie Counter Strike spielen und danach in der Schule alle erschießen.

Hab ich recht?

Tags für diesen Artikel: counter strike, das parfüm, film, gesellschaft, todesstrafe
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Felix zu Ich brauche noch etwas Zeit
So, 29.08.2010 23:25
Zeit... was ist das schon... f rüher stand man um 5 auch, ack erte auf dem F [...]


stek zu Tristar RK-6103 Reiskocher weiß 300 Watt
So, 29.08.2010 11:23
du weißt gar nicht wieviel gut es du mit deinem beitrag leist est. hallejuja. (:


Padre zu Padre hat den Sinn des Lebens gefunden
Mo, 17.05.2010 14:00
andere bezahlen viel geld für diesen zustand. :-)


Felix zu Padre hat den Sinn des Lebens gefunden
Mo, 17.05.2010 10:29
Das Persistieren „bewusstseins erweiterter“ Zustände wird aus medizinischer [...]


Schlitzohr zu Tristar RK-6103 Reiskocher weiß 300 Watt
Fr, 30.04.2010 18:40
Yay! Gleicher Reiskocher, glei ches Problem hier :-). Vielen l ieben Dank!


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