Freitag, 24. April 2009
Die Leute da unten. Es ist wahrlich keine Freude, eine Frau Schwan dabei zu beobachten, wie sich eine Präsidentschaftskandidatin auf ganz hässliche Art demontiert. Und dabei womöglich eine vorhandene Krise erheblich verschlimmert.
Wenn Frau Schwan davon spricht, dass die Menschen bald so wütend werden könnten und die Stimmung explodiert, dann tut sie das als jemand der außerhalb der Gefahrenzone steht und über die Leute da unten spricht.
An wen richtet sie das Appell von Frau Schwan, wenn nicht auch an sich selbst? Wie werden solche ungefilterten Aussagen von der breiten Bevölkerung wahrgenommen? Hat Frau Schwan bereits ein Wundermittel gegen die Wirtschaftskrise entdeckt?
Nein. Frau Schwan befindet sich im Wahlkampf, zusammen mit allen Parteien. Aber ich hatte bislang immer irgendwie den Eindruck, dass Bundespräsidenten beziehungsweise Kandidaten genug Weisheit besitzen, um nicht grobschlächtige Fehler zu machen. Nun weiß ich das besser.
Es macht mich wütend, wenn Frau Schwan ihre Aussagen auch noch verteidigt mit den Worten "Wir müssen verhindern, dass die von vielen empfundene Enttäuschung zu einer explosiven Stimmung führen könnte".
Als würden genau diese Menschen, die sie meint, ihre Aussagen nicht in den Medien mitbekommen. Als spräche Frau Schwan zu einem kleinen Kreis wissender Elite-Journalisten, die das dann erstmal mit ihr im Stillen ausdiskutieren.
Nein, Frau Schwan. Wenn ich nicht möchte, dass eine bestimmte Sache eintritt (z.B. eine explosive Stimmung in der Bevölkerung), dann lege ich nicht genau diese Option als unausweichliche Konsequenz auf das Tablett.
Es wäre vergleichbar, wenn eine Mutter zum Vater sagt: "Unser Kind wird vielleicht so sehr enttäuscht sein, weil du momentan weniger Geld zur Verfügung hast und wir uns deswegen leider diesen Sommer keinen Urlaub leisten können - so enttäuscht, dass es wahrscheinlich erst unser Auto zerkratzt und danach mit einem Stein alle Scheiben unserer Wohnung einwirft".
Und das Kind steht daneben und weiß jetzt, wie es Papa vermeintlich zum Sommerurlaub zwingen könnte. Aber es gibt in diesem Jahr keinen Sommerurlaub. Auch nicht, wenn man das Auto zerkratzt oder Scheiben einwirft.
Die Stammtischler werden jetzt wissen, was zu tun ist. Und Oskar mit den Linken natürlich auch. Und es würde mich nicht wundern, wenn sich auch bald noch ein paar Rechte der schönen Steilvorlage annehmen.
Eine Krise ist eine Chance! DAS sollten Sie zu den Leuten sagen, Frau Schwan.
So, 29.08.2010 23:25
Zeit... was ist das schon... f rüher stand man um 5 auch, ack erte auf dem F [...]
So, 29.08.2010 11:23
du weißt gar nicht wieviel gut es du mit deinem beitrag leist est. hallejuja. (:
Mo, 17.05.2010 14:00
andere bezahlen viel geld für diesen zustand.
Mo, 17.05.2010 10:29
Das Persistieren „bewusstseins erweiterter“ Zustände wird aus medizinischer [...]
Fr, 30.04.2010 18:40
Yay! Gleicher Reiskocher, glei ches Problem hier