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Oktober 2010 Was bitte ist an der Bemerkung "wer eine Bereicherung für die Gesellschaft sei, sei jederzeit willkommen" schlecht oder falsch? Warum darf eine Gesellschaft nicht frei diskutieren und entscheiden, wen sie dauerhaft in ihren Kreis aufnimmt und wen nicht? Wieso ist man ein rechtspopulistischer Brandstifter, wenn man innerhalb einer Debatte ausspricht, was anscheinend die Mehrheit einer Gesellschaft denkt? Vielleicht müssen sich manche Politiker und Journalisten eine andere Heimat suchen - da, wo sich alle Menschen an der Hand halten und in einem bunten Reigen auf der Blumenwiese tanzen. Weil diese unsere Gesellschaft anscheinend immer noch nicht ihren eigenen Willen, ihre Mentalität und ihre Werte aufgeben will. Das muss unerträglich sein für diese Leute. Ich hoffe so sehr, dass die Auflage der ehrwürdigen Presse immer weiter in die Tiefe stürzt - genauso wie die Selbstbestimmtheit eines Volkes. Für mich ist jedenfalls unerträglich, diese gewaltige Demontage mitzuerleben. Dieses Ableben auf Raten. Zu dramatisch? Ich hoffe es. Zugleich möchte ich bekannt geben, dass dies der letzte Eintrag auf Blogism ist. Das hat folgende Gründe: Ich finde seit geraumer Zeit nur noch die Motivation zum Schreiben, wenn mich die Entwicklung in unserer Politik und Gesellschaft mal wieder zu stark aufwühlt. Dadurch könnte der Eindruck entstehen, dass ich ausschließlich aus Zermürbung und Verzweiflung bestehe und im schlimmsten Fall noch ein Rechtspopulist bin. Darauf habe ich keine Lust. Darüber hinaus wird mir die Meinungsäußerung in Verbindung mit einem Impressum irgendwie so langsam unheimlich. Falls ich irgendwann an einem anderen Ort weitermache, werde ich meinen treuen Lesern eine Nachricht schicken, wo man den Padre dann finden kann. Allen anderen möchte ich zum Schluss noch einmal die Bedienungsanleitung für den Tristar RK 6103 Reiskocher ans Herz legen. Freitag, 7. Mai 2010 Wenn man sich allein nur das Vorhaben anschaut, kann einem ganz schlecht werden: Entwurf für Leistungsschutzrecht durchgesickert. Ich habe immer krasser den Eindruck, dass die Versuche der Einflussnahme und Kontrollgesetze desto heftiger und unverblümter werden, je stärker sich Internetnutzung und Informationsfreiheit ausbreiten. Ein interessanter Kommentar zu diesem Artikel auf heise.de:
Mittwoch, 3. Juni 2009
Wenn man dieses Buch durchliest, möchte man am liebsten ganz weit weg auswandern. Vielleicht nur nicht mit einem Air France Airbus nach Brasilien ...
Freitag, 24. April 2009 Die Leute da unten. Es ist wahrlich keine Freude, eine Frau Schwan dabei zu beobachten, wie sich eine Präsidentschaftskandidatin auf ganz hässliche Art demontiert. Und dabei womöglich eine vorhandene Krise erheblich verschlimmert. Wenn Frau Schwan davon spricht, dass die Menschen bald so wütend werden könnten und die Stimmung explodiert, dann tut sie das als jemand der außerhalb der Gefahrenzone steht und über die Leute da unten spricht. An wen richtet sie das Appell von Frau Schwan, wenn nicht auch an sich selbst? Wie werden solche ungefilterten Aussagen von der breiten Bevölkerung wahrgenommen? Hat Frau Schwan bereits ein Wundermittel gegen die Wirtschaftskrise entdeckt? Nein. Frau Schwan befindet sich im Wahlkampf, zusammen mit allen Parteien. Aber ich hatte bislang immer irgendwie den Eindruck, dass Bundespräsidenten beziehungsweise Kandidaten genug Weisheit besitzen, um nicht grobschlächtige Fehler zu machen. Nun weiß ich das besser. Es macht mich wütend, wenn Frau Schwan ihre Aussagen auch noch verteidigt mit den Worten "Wir müssen verhindern, dass die von vielen empfundene Enttäuschung zu einer explosiven Stimmung führen könnte". Als würden genau diese Menschen, die sie meint, ihre Aussagen nicht in den Medien mitbekommen. Als spräche Frau Schwan zu einem kleinen Kreis wissender Elite-Journalisten, die das dann erstmal mit ihr im Stillen ausdiskutieren. Nein, Frau Schwan. Wenn ich nicht möchte, dass eine bestimmte Sache eintritt (z.B. eine explosive Stimmung in der Bevölkerung), dann lege ich nicht genau diese Option als unausweichliche Konsequenz auf das Tablett. Es wäre vergleichbar, wenn eine Mutter zum Vater sagt: "Unser Kind wird vielleicht so sehr enttäuscht sein, weil du momentan weniger Geld zur Verfügung hast und wir uns deswegen leider diesen Sommer keinen Urlaub leisten können - so enttäuscht, dass es wahrscheinlich erst unser Auto zerkratzt und danach mit einem Stein alle Scheiben unserer Wohnung einwirft". Und das Kind steht daneben und weiß jetzt, wie es Papa vermeintlich zum Sommerurlaub zwingen könnte. Aber es gibt in diesem Jahr keinen Sommerurlaub. Auch nicht, wenn man das Auto zerkratzt oder Scheiben einwirft. Die Stammtischler werden jetzt wissen, was zu tun ist. Und Oskar mit den Linken natürlich auch. Und es würde mich nicht wundern, wenn sich auch bald noch ein paar Rechte der schönen Steilvorlage annehmen. Eine Krise ist eine Chance! DAS sollten Sie zu den Leuten sagen, Frau Schwan. Donnerstag, 12. März 2009 Und jährlich grüßt das MurmeltierGeschrieben von padre in Boulevard am MorgenKommentare (2) | Trackbacks (0) Kinners, ich habe ja drauf gewartet. Wann immer ein junger Mensch beschließt, sich und seinen Mitmenschen <zynismus> ein möglicherweise banales Leben zu ersparen </zynismus>, findet man auf seiner Festplatte Counter Strike. Das Magazin Focus springt selbstverständlich, genau wie die meisten anderen Medien, wieder mal auf den Killerspiel-Zug auf. Letzter Halt: Winnenden. Ich zitiere aus dem Online-Beitrag von Focus-Redakteurin Christina Otten: "Dass sein Hang zu Waffen und Computerspielen wie Counter Strike und World of Warcraft einmal einen Amoklauf dieses Ausmaßes auslösen würde – damit hat hier niemand gerechnet." World of Warcraft als Mitauslöser für einen brutalen Amoklauf in einer Schule - das ist allerdings echt neu. Geradezu brillant sogar - denn nur allein Counter Strike und Softair Waffen wären ja zu langweilig. Ich möchte nicht wissen, wie viele mediengläubige Eltern, besorgte Lehrer und aktionistische Politiker nun wieder die Klappe aufreißen. Und genau denen erzählt der Padre jetzt mal einen:
Padre hält es für einen Trugschluss, dass der moderne Mensch die verschiedensten Rollen wie Karriere, Selbsterfüllung, pausenlosen Spaß und - wenn es die finanziellen Mittel erlauben - eventuell auch die Elternrolle parallel und alles auf einmal in den Griff bekommt, ohne gegen die Wand zu fahren. Nachwuchs braucht doch noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als eine Playstation, Breitband-Internet und genug Mikrowellen-Lasagne im Kühlschrank. Womit ich nicht sagen will, dass jeder junge Mensch mit Playstation, Breitband-Internet und Lasagne im Kühlschrank ein potentieller Amokläufer ist. Die (Amokläufer) gab es nämlich schon vor Computern und Softair-Waffen. Was es damals aber noch nicht gab waren globale Medien mit unbegrenztem Einfluss und schwindender Berufsethik. Die Welt ist nicht schlechter geworden, wir bekommen nur mehr davon mit. Think about it. |
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Mi, 19.01.2011 16:36
super danke! Auch wenn du die anleitung noch hättest würdest du nicht schl [...]
So, 29.08.2010 23:25
Zeit... was ist das schon... f rüher stand man um 5 auch, ack erte auf dem F [...]
So, 29.08.2010 11:23
du weißt gar nicht wieviel gut es du mit deinem beitrag leist est. hallejuja. (:
Mo, 17.05.2010 14:00
andere bezahlen viel geld für diesen zustand.
Mo, 17.05.2010 10:29
Das Persistieren „bewusstseins erweiterter“ Zustände wird aus medizinischer [...]